Leben am SGW ► Rat und Hilfe ► Prävention
Prävention
Am SGW ist Präventionsarbeit ein fester Bestandteil des Schullebens. In unterschiedlichen Jahrgangsstufen finden Projekte und Trainings statt, die Wissen vermitteln, Selbstvertrauen stärken und wichtige Lebenskompetenzen fördern. Die Angebote reichen vom sicheren Umgang mit digitalen Medien über Suchtprävention und psychische Gesundheit bis hin zur Stärkung sozialer Fähigkeiten. Lehrkräfte, externe Fachstellen und weitere Partner arbeiten dabei eng zusammen.
Suchtprävention ist ein wichtiger Bestandteil des Schullebens am SGW. Alle Lehrkräfte tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler gestärkt werden, ihr Selbstvertrauen entwickeln und lernen, ihr Leben selbstbestimmt und verantwortungsvoll zu gestalten.
In verschiedenen Jahrgangsstufen gibt es fest verankerte Angebote:
- Klasse 5: Fit für dich! – Bausteine zur Suchtprävention mit dem Schwerpunkt, Frust zu bewältigen und Stress abzubauen. Gemeinsam werden Strategien entwickelt, die im Alltag helfen.
- Klasse 7: Alkohol – was du wissen musst! – Das Alk-Mobil der Ginko Stiftung bietet Stationen, an denen die Auswirkungen von Alkohol erlebbar werden.
- Klasse 8: Cannabis im Blick – Fachvortrag und Austausch mit der Fachberatungsstelle Sucht der Diakonie über Cannabis und die Folgen des Konsums.
Auch für Eltern gibt es regelmäßig Informationsabende, bei denen verschiedene Formen von Sucht, etwa Mediensucht, thematisiert und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten besprochen werden.
Der Arbeitskreis Suchtprävention setzt sich aus Lehrkräften, Eltern und der Fachberatungsstelle Sucht der Diakonie zusammen. Das Team trifft sich regelmäßig, um aktuelle Themen und Fragen rund um Suchtprävention aufzugreifen und weiterzuentwickeln.
So wird sichergestellt, dass Prävention am SGW vielfältig, nachhaltig und gemeinsam mit allen Beteiligten umgesetzt wird – für ein gesundes und starkes Schulleben.
In den Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 sind Unterrichtseinheiten zum sicheren Umgang mit digitalen Medien fest verankert. Ziel ist es, Chancen und Risiken von Social Media und digitalen Anwendungen bewusst zu machen und verantwortungsvolles Handeln zu fördern.
Die Themen reichen von den Möglichkeiten und Gefahren sozialer Netzwerke über Computerspiele und Spielesucht bis hin zur sinnvollen Smartphone-Nutzung, dem Verhalten in WhatsApp-Gruppen, Cybermobbing und rechtlichen Fragen, zum Beispiel bei der Veröffentlichung von Fotos.
Die Inhalte werden von den Medienscouts und den Klassenlehrkräften vermittelt. Für die Konzeption der Einheiten ist der Arbeitskreis Social Media verantwortlich, in dem Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern zusammenarbeiten.
Das Präventionsziel lautet: keine Täter, keine Opfer – und klare Handlungsmöglichkeiten im Falle unangenehmer oder schädlicher Inhalte. Dabei gilt: (Cyber-)Mobbing wird nicht toleriert. Jeder Mensch hat das Recht, angstfrei zu leben und Unterstützung zu bekommen.
Das Angebot wird ergänzt durch regelmäßige Sprechstunden der Medienscouts sowie einen jährlich stattfindenden, für alle Eltern offenen Informationsabend zu Chancen und Risiken sozialer Netzwerke.
Neben dem Fachunterricht legt das SGW großen Wert auf die Förderung zentraler sozialer Kompetenzen. Dazu gehören ein gesundes Rollen- und Selbstbewusstsein, Empathie in verschiedenen Situationen, sichere Kommunikation, der bewusste Einsatz von Körpersprache sowie Zivilcourage in Bedrohungs- oder Mobbingsituationen. Solche Fähigkeiten – oft als „Soft Skills“ bezeichnet – werden nicht nur in der Schule, sondern auch in Ausbildung, Studium und Beruf immer wieder gefordert.
Ein fest verankerter Bestandteil des Schulprogramms ist deshalb das jährliche Jungen- und Mädchen-Training im Jahrgang 8. Ursprünglich basierte es auf dem zertifizierten Programm der Arbeitsgemeinschaft Emanzipatorische Jugendarbeit (em-jug) und wurde inzwischen von den Trainerinnen und Trainern des Gymnasiums an die eigenen Bedürfnisse angepasst. Die Durchführung übernehmen speziell ausgebildete Lehrkräfte, zum Teil in Kooperation mit der Polizei des Rheinisch-Bergischen Kreises.
Das Mädchentraining ist ein Selbstsicherheitstraining für Mädchen und junge Frauen ab etwa 14 Jahren. Es vermittelt Informationen und Angriffsanalysen, schult ein selbstbewusstes Auftreten und grundlegende Selbstverteidigungstechniken. Rollenspiele zur Körpersprache, die Reflexion von Mobbingsituationen und Beiträge externer Beratungsstellen ergänzen das Programm.
Das Jungentraining verfolgt das Ziel, Jungen vor Viktimisierung zu schützen und zugleich die eigene Verantwortung im Umgang mit Gewalt – in Handlungen wie in Worten – bewusst zu machen. Im Fokus stehen die Stärkung von Teamgeist, sozialem Verantwortungsgefühl und einem reflektierten männlichen Rollenverständnis. Übungen, Rollenspiele und Zivilcourage-Trainings runden den Inhalt ab.

Einmal im Jahr findet für die Jahrgangsstufe EF der Workshop „Verrückt? Na und!“ statt. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der psychischen Gesundheit und die Entwicklung von Strategien für einen gesunden (Schul-)Alltag. Ziel ist es, psychische Krisen offen ansprechen zu können, Vorurteile abzubauen und gemeinsam Wege zu finden, wie seelische Gesundheit gefördert werden kann.
Etwa 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen beginnen bereits in Kindheit, Jugend oder jungem Erwachsenenalter. In jeder Klasse leben statistisch zwei bis fünf Jugendliche mit einem psychisch erkrankten Elternteil. Viele junge Menschen erleben außerdem, dass ein Familienmitglied oder eine nahestehende Person in eine psychische Notlage gerät und stehen dann vor der Herausforderung, helfen zu wollen oder zu müssen.
Der Workshop wird in den Stammgruppen der EF durchgeführt und macht psychische Krisen besprechbar. Die Teilnehmenden lernen Warnsignale zu erkennen, sprechen über jugendtypische Bewältigungsstrategien, hinterfragen Ängste und Vorurteile, erfahren, wo es Hilfe gibt, und entdecken, was die eigene seelische Widerstandskraft stärkt. Dabei begegnen sie auch Menschen, die selbst psychische Krisen gemeistert haben.
Die Themen reichen von Prüfungsstress, Mobbing und schulischem Leistungsdruck über Krankheit in der Familie, Suizid und Sucht bis hin zu Zukunftsängsten. Die Inhalte werden in Gesprächsrunden, Gruppenarbeiten, Diskussionen und Rollenspielen vermittelt.
Der Workshop wird vom gemeinnützigen Verein alpha e.V. in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften des SGW durchgeführt.