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Mehr Platz und mehr Möglichkeiten auf dem Schulhof
20.04.2026 | Informationen
Als Anfang März ein kleiner Teil vor dem Eingang der Schule abgesperrt wurde und ein Bagger vorfuhr, war das Rätselraten innerhalb der Schulgemeinde groß. Der Bewuchs wurde entfernt, der Boden aufgerissen und Fundamente gegossen. Schüler:innen und Lehrkräfte gleichermaßen blieben stehen, zeigten auf die Baustelle und raunten sich zu: „Was passiert da?“ „Weißt du, was da hinkommt?“
Dabei sind die Menschen am SGW schon seit Beginn des Schuljahres an große Umwälzungen gewöhnt und Bauzäune, schweres Gerät und Bauarbeiter:innen längst kein neuer Anblick mehr.
Ausgangspunkt für diese Entwicklung war die Veränderung unserer Raumsituation: Der zweite Standort des SGW, das Nebengebäude an der Schillerstraße, fiel durch einen Beschluss der Stadt Wermelskirchen weg. Zu Beginn des aktuellen Schuljahres bevölkerten damit zehn zusätzliche Klassen – die gesamte Erprobungsstufe – das Hauptgebäude – und damit auch den Schulhof, der für diese zusätzlichen Bedürfnisse zunächst nicht ausgelegt war. Schnell wurde deutlich: Wir brauchen mehr Platz und mehr Spielmöglichkeiten.
Den Anfang machte die Erweiterung des Schulhofs. Ein Teil des Lehrerparkplatzes vor dem Altgebäude sowie ein Abschnitt des Heinrich-Heine-Platzes wurden dem Schulgelände zugeschlagen und mit einer Zaunanlage eingefasst. Diese war als erstes fertiggestellt – für unsere Schüler:innen aber verständlicherweise keine große Attraktion.
Mit weiteren Arbeiten nahm der neue Bereich dann zunehmend Gestalt an: Der ehemalige Lehrerparkplatz wurde begradigt und teilweise mit Rindenmulch ausgelegt. Dort finden sich nun eine Teqball-Platte, eine Slackline und zusätzliche Sitzmöglichkeiten.




Auch in Richtung Heinrich-Heine-Platz hat sich viel getan. Ein neues Klettergerüst erweitert dort das Bewegungsangebot. Ergänzt wird es durch Tischtennisplatten, die vom ehemaligen Nebengebäude übernommen und hier neu installiert wurden, sowie durch einen neuen Outdoor-Kicker. Zudem laden wellenförmige Bank- und Tischkombinationen zum Verweilen ein, und ein Podest kann wahlweise als Bühne oder Sonnendeck für entspannte Pausenmomente genutzt werden.




Die auf dem Boden markierten Linien gehören zu einem Spielfeld, das noch weiter ausgestaltet wird. Geplant sind Bodenhülsen, sodass künftig ein Netz gespannt und die Fläche für Badminton oder Volleyball genutzt werden kann. Auch eine Ausleihe von Spielgeräten für die Pausen ist geplant und startet in naher Zukunft.
Nach den Osterferien war dann auch das Geheimnis um die Baustelle vor dem Eingang gelüftet. Drei drehbare Sitzringe in den Farben des Schullogos präsentierten sich der Schulgemeinde und wurden sofort in Beschlag genommen. Seitdem gibt es kaum einen Moment, in dem sie nicht genutzt werden – um darauf herumzuklettern, liegend ein Buch zu lesen oder einfach nur sitzend die Frühlingssonne zu genießen.



Damit ist ein großer Teil der Neugestaltung des Schulhofs abgeschlossen. Martin Burghoff hatte als stellvertretender Schulleiter stets einen Überblick über den Stand der Bauarbeiten und hat die Zusammenarbeit mit der Stadt koordiniert. Er zieht ein positives Fazit: Die neuen Angebote würden von den Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen und pfleglich behandelt. Und eine Häufung von Unfällen habe man auch nicht beobachten können.
Doch zurücklehnen kann er sich nicht, denn weitere Projekte sind bereits in Planung: Auf dem unteren Schulhof soll ein Kleinspielfeld mit Banden entstehen. Und nicht zuletzt stehen Arbeiten an Dach und Fenstern in Gebäudeteil A sowie eine Komplettsanierung des Altbaus an. Herr Burghoff ist zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt, die bisher gut funktioniert habe, fortgeführt werden könne, denn eines gelte nach wie vor: „Es passiert was“.