Digital Making Place am SGW eröffnet

25.04.2026 | ,

Wie lernen Schülerinnen und Schüler heute, die digitale Welt nicht nur zu nutzen, sondern aktiv zu gestalten? Mit den neuen „Digital Making Places“ im Rheinisch-Bergischen Kreis entstehen genau dafür innovative Lernorte.

Einer dieser Standorte befindet sich am Städtischen Gymnasium Wermelskirchen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Kreises, der Stadt und der Schule wurde der Making Place offiziell eröffnet. Damit ist unsere Schule Teil eines regionalen Netzwerks, das neue Wege des Lernens ermöglicht.

Die Initiative für die Digital Making Places geht vom Land Nordrhein-Westfalen aus. Wie der Name bereits zeigt, steht dabei vor allem das aktive Gestalten im Mittelpunkt: Digitale Medien werden gezielt eingesetzt, um handlungsorientiertes Lernen zu ermöglichen. Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es insgesamt drei Standorte, an denen Schülerinnen und Schüler Roboter programmieren, Erklärvideos und Podcasts produzieren oder mit 3D-Druckern und Lasercuttern eigene Produkte entwickeln können. So werden kreative Prozesse angestoßen, praxisnahes Arbeiten gefördert und digitale Kompetenzen nachhaltig gestärkt. „Uns geht es bei unserem neuen Kreisangebot nicht nur um das Verständnis von Technik, sondern um Chancengleichheit, Zukunftsfähigkeit und die Qualität der Bildung insgesamt“, betont Landrat Arne von Boetticher bei der Eröffnung des Making Place. Gleichzeitig eröffnen sich für Lehrkräfte neue Ansätze, Unterricht innovativ und anschaulich zu gestalten.

Auch am SGW wird der Making Place bereits aktiv genutzt. Wir sind Standort des Audio-, Video- und Coding-Pakets und bieten damit vielfältige Möglichkeiten, digitale Projekte praktisch umzusetzen. Klassen haben mit dem Greenscreen gearbeitet und eigene Videoprojekte umgesetzt. Mit professionellen Mikrofonen sind erste Podcasts entstanden. Die Mediengestaltungs-AG sowie die Medienscouts haben Filmprojekte realisiert und dabei mit einem professionellen Filmemacher zusammengearbeitet. In einigen sechsten Klassen programmieren die Schülerinnen und Schüler außerdem Ozobots und sammeln so erste Erfahrungen im Bereich Coding. Beim letzten Tag der offenen Tür konnte zudem eine Drohnenshow mit LiteBee-Drohnen präsentiert werden, die von einem Forderkurs der Jahrgangsstufe 7 selbst programmiert wurde.

Der Digital Making Place erweitert damit nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern bereichert den Unterricht um neue, kreative Zugänge. Schülerinnen und Schüler erleben, wie aus Ideen konkrete Ergebnisse werden – und wie sie ihre digitale Umwelt selbst mitgestalten können. „Sie entwickeln dabei zentrale Kompetenzen für ihre berufliche Zukunft“, betont Bürgermeister Hibst, „und wer weiß, vielleicht bauen sie eines Tages sogar etwas, das wir uns heute noch nicht einmal in unseren Träumen vorstellen können.“