Dritter Platz und ein Wochenende in Berlin

17.06.2026 | ,

Vom 13. bis 15. Juni reiste eine Projektgruppe des Städtischen Gymnasiums Wermelskirchen zur Preisverleihung des Geschichtswettbewerbs „Umbruchszeiten“ nach Berlin. Mit einem selbst entwickelten Brettspiel zum Thema „Deutschland im Wandel seit der Einheit“ gehörten die acht Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie der Q1 zu den 36 ausgezeichneten Gruppen. Insgesamt waren mehr als 300 Beiträge eingereicht worden.

Mehrere Monate lang hatten sich die 14- bis 18-Jährigen freiwillig und zusätzlich zum Unterricht intensiv mit der Wendezeit beschäftigt. Der Wettbewerb wurde bereits zum vierten Mal von der Ostbeauftragten der Bundesregierung und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ausgerichtet.

Die Gruppe reiste bereits zwei Tage vor der Preisverleihung nach Berlin und nahm an einem vielfältigen kulturellen Rahmenprogramm teil. Neben dem Besuch eines Improvisationstheaters stand auch eine Führung durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen auf dem Programm. Ein ehemaliger Häftling berichtete dort aus eigener Erfahrung über die Lebensbedingungen der damaligen Gefangenen und beantwortete viele Fragen.

Beim Rahmenprogramm der Stiftung bot sich die Gelegenheit, andere ausgezeichnete Gruppen aus ganz Deutschland kennenzulernen und sich über die verschiedenen Projekte auszutauschen.

Der Höhepunkt der Reise war die Preisverleihung im Bundesfinanzministerium. Dort erhielt die Projektgruppe einen dritten Preis und ein Preisgeld von 500 Euro. Auch wenn das aufwendig entwickelte Brettspiel während der Veranstaltung nur kurz vorgestellt werden konnte, überwog am Ende die Freude über die verdiente Auszeichnung.

Durch die Teilnahme am Wettbewerb eröffneten sich zugleich neue Perspektiven für das Projekt. Die Gruppe sprach die Verantwortlichen gezielt auf Möglichkeiten einer Weiterentwicklung an. Daraus entstand die Idee, das Brettspiel weiter auszubauen und künftig auch anderen Schulen zur Verfügung zu stellen. So könnte aus dem Wettbewerbsbeitrag ein dauerhaft nutzbares Lernangebot entstehen, das Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Zugang zur deutschen Geschichte ermöglicht. Die Auszeichnung bildet damit nicht nur einen gelungenen Abschluss des Projekts, sondern möglicherweise auch den Ausgangspunkt für seine weitere Entwicklung.

Die drei Tage in Berlin boten viele spannende Eindrücke, wertvolle Begegnungen und besondere Lernerfahrungen. Die Auszeichnung würdigt das große Engagement der Schülerinnen und Schüler und zeigt, welche besonderen Projekte auch über den Unterricht hinaus entstehen können.